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Zu: "Warum Blogs in Deutschland (noch) nicht funktionieren" / Irgendwas ist ja immer

1. “Wenn es wenige Blogs gibt, dann müssten sich die wenigen doch eigentlich enger zusammenschließen.” Warum? Blogs leben von ihrer Individualität und Differenz, nicht von ihrer Gleichartigkeit und Gemeinschaftlichkeit. Qualität aus Quantität entsteht bei ihnen seltenst aus Einigung über gemeinsame Themen, Qualitäts-Standards o.ä., sondern über die Kommunikation und Verschaltung zwischen Verschiedenem, eben: Links, Trackbacks, Kommentare, die Individualitäten untereinander vernetzen (und vielleicht so neue Strukturen generieren, die mächtiger sind als die Summe der Individualitäten für sich), ohne sie aufzulösen. Das Tolle an der Neuen Medienlandschaft ist doch gerade das Potential zu viel freieren Verschaltungen, Selbstorganisationen, Emergenzen. Formen wie Gatekeeper-Portale, inhaltliche Absprachen, ethische Kodizes etc. scheinen mir da eher wenig versprechend, da sie diese eigentlichen Qualitäten der Differenzen und Individualitäten eher absaugen, anstatt sie zu unterstützen.

2. Vielleicht glaubt der eine oder andere tatsächlich, durchs Runterschrauben der Linkerei nach Außen seiner Monetarisierung zu dienen. Halte ich aber für Unsinn, Old-Media-Denke. Klassischer Fall das Trackback: Link raus führt zu Link rein. Mag sein, dass Aufmerksamkeit im Netz eine begrenzte Ressource ist, die man am liebsten ganz auf die eigene Seite verbündelt sehen würde, aber ich glaube nicht, dass die Aufmerksamkeitsbündelung im Netz so einfach aufzulösen ist über die Formel ‘welche Seite hat sich zuletzt in meinem Browser geöffnet’. Ein Beispiel: Ein Link bedeutet meist nicht das Verlassen der Link-setzenden Seite, sondern einfach ein neues Tab im Browser, der noch nicht mal automatisch nach dem Klick in dieses neue Tab wechseln muss. Meist habe ich Link-reiche Seiten länger in meinem Browser offen (auch über Browser-Restarts hinweg) als Link-arme, weil ich erstmal alle Links auf ihnen durchgearbeitet haben möchte, ehe ich sie wieder schließe. (Irgendwelche “entwerte ich meinen PageRank, wenn ich mehr Links nach draußen setze”-SEO-Alchemien lasse ich mal ganz außen vor.)

3. Arbeit an der Beförderung der Blogosphäre kann ich mir eigentlich nur als Arbeit an den Infrastrukturen der Blogosphäre vorstellen, nicht an ihren Inhalten oder Kommunikationsethiken. Die resultieren aus der Form des Mediums und damit seiner Infrastruktur und lassen sich nur schwerlich nachkorrigieren, ohne letzteres in Angriff zu nehmen. Aber ok, mit Infrastruktur müssen nicht nur Kommunikationsprotokolle für Trackbacks gemeint sein. Auch Technorati z.B. würde ich als Infrastruktur bezeichnen, oder Seiten wie Digg. Wie Informationen untereinander vermittelt und bewertet werden, das ist, woran man arbeiten kann, nicht, welche Informationen das sein sollten.

Link zum Original   Tuesday July 15, 2008

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