futur:plom
cine:plom
cine:tv:plom
reste:plom
Eines von mehreren
plomlompom-Projekten
Datenschutz-Erklärung
Impressum

kommentar:plom

plomlompom-Kommentare anderswo
Über diese Seite

Was Christian Heller a.k.a. plomlompom anderswo kommentiert.

Abonnement

Letzte Kommentare

Provokateur (Zu: "Leipzig" / classless Kulla)
Christian (Zu: "Mohamed und die Urne" / T i e f)
Erik (Zu: "Mohamed und die Urne" / T i e f)

Lizenz

Für alle von mir verfassten Texte auf dieser Seite gilt folgende Lizenz:

Creative Commons License

Andere Kommentarblogs

Werbung

Zu: "Am sechsten Tag erschuf der Mensch den Golem" / iSophie - der Blog von Robert Dürhager

Mag sein, dass die Anwendung von Technologie immer auch eine soziale Komponente hat, egal wie vermeintlich individuell autark sie geschieht. Im Fall transhumanistischer Technologien ist das sogar sehr wahrscheinlich. Die positiven Folgen (bei ausreichender Gewissheit und Sicherheit der technischen Prozeduren) für den Einzelnen wären konkret, offenkundig und gewaltig. Es ginge um nichts Geringeres als die Lösung einiger der größten Probleme, mit denen sich Menschen je konfrontiert sahen: körperliche und geistige Schwäche, Sterblichkeit. Zeige mir eine scholastische Verteidigung dieser, die sie zur Grundbedingung des Menschseins machen, und ich zeige dir ein Vielfaches unter die Definition des Menschseins fallender Individuen, die bereit wären, diese Definition hinter sich zu lassen, wenn sie dafür ihre körperlichen und geistigen Kapazitäten steigern oder Ewige Jugend erlangen könnten. Dieser positiven Qualität des Versprechens stehen Spekulationen über mögliche Schwierigkeiten sozialer oder psychologischer Natur entgegen. Mag sein, dass man sich mit neuen Bedingungen auch neue Herausforderungen einbrockt; aber das war schon immer so, schon immer gab es neue Lücken, die gefüllt werden, neue Probleme, die gelöst werden mussten. Verglichen mit den katastrophalen Potentialen, die etwa in die Idee der Atombombe per definitionem mit eingebaut waren, überwiegt das Konto konkreter positiver Versprechungen transhumanistischer Technologien jedoch das Konto anforderungsreich spekulativer negativer Potentiale bei Weitem.

Man kann sich nicht nur Fahrlässigkeit zuschulden kommen lassen, indem man ein Risiko eingeht. Man kann sich auch Fahrlässigkeit zuschulden kommen lassen, indem man die Lösung eines Problems hinaus zögert (und so zum Beispiel Millionen von Individuen zum unfreiwilligen Tod durch Altern verdammt, die durch frühere Initiative in mancher transhumanistischen Technologie hätten gerettet werden können).

Zum Thema Ethik-Diskussionen des Transhumanismus möchte ich schließlich mit einem Verweis auf dieses neue Blog schließen, das sich genau damit beschäftigt: http://mjsl.wordpress.com/

Link zum Original   Monday April 21, 2008

Werbung

Kommentarfunktion für diesen Artikel geschlossen