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Passt sich für mich gut in einen Trend ein, bisher als künstlerisches Mittel gedeutete Worte ältester Texte als nicht künstlerishch, sondern ganz wortwörtlich so gemeint, wie sie da stehen, nachzudeuten, à la Julian Jaynes mit “The Origin of Consciousness in the Breakdown of the Bicameral Mind”: Vermittels neurologischer Spekulationen über die Geisteszustände in früheren Zivilisationen unterstellt er Texten wie der Ilias (der Odyssee dann schon etwas weniger), dass ein Anrufen von Musen als Erinnerungs-Informationsquelle oder der Rückbezug jeder komplexeren charakterlichen Motivation auf Lenkung durch Götter keine künstlerische Ausschmückung, sondern konkrete Abbildung der damaligen Psychologie sei, in der sich noch kein modernes Bewusstsein als Triebfeder eines Ich gebildet hatte, sondern vorbewusste Menschen ähnlich manchem heutigen Schizophrenen von innerlich gehörten Stimmen (die sich erst später zu einem über sprachliche Metaphern geführten Bewusstsein entwickeln sollten) informiert und getrieben wurden, die als Autoritäten, Geister, Musen, Götter sich in die Wahrnehmung einbrannten. Ein nicht uninteressantes Projekt, modernes Verständnis alter Texte mal darauf abzuklopfen, wie weit es moderne Geisteszustände, Lebenswelten, künstlerische Paradigmen usw. als Grundlage dieser Texte voraussetzt.

Link zum Original   Wednesday June 25, 2008

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